Tag der Arbeit – ist die eigene Arbeitskraft abgesichert?

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Der erste Mai ist Tag der Arbeit. Er geht zurück auf die US-Arbeiterbewegung, die am 1. Mai 1886 zu einem mehrtägigen Generalstreik aufrief. Nicht nur am Tag der Arbeit sollte man auch einmal über die Risiken bei Verlust der eigenen Arbeitskraft nachdenken.

Wer durch Krankheit oder Unfall auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, seiner beruflichen Tätigkeit nachzugehen, steht oft auch vor finanziellen Problemen. Und treffen kann es jeden – nicht nur Menschen mit offensichtlich gefährlichen Tätigkeiten.

Laut regelmäßigen Erhebungen der Ratingagentur Morgen & Morgen sind am seltensten Herz- und Gefäßerkrankungen die Ursache einer Berufsunfähigkeit (sieben Prozent). Ähnlich „selten“ beenden Unfälle das Arbeitsleben (neun Prozent).

Die häufigste Ursache für eine Arbeits- oder Berufsunfähigkeit ist jedoch im Geist der Menschen begründet. Mit großem Abstand sind heute psychische Erkrankungen (rund 32 Prozent) die Ursache einer Berufsunfähigkeit – Tendenz seit Jahren steigend. Vor zehn Jahren machten diese Fälle lediglich 20 Prozent aus, errechnete Morgen & Morgen.

Diese Zahl belegen zeigen, dass eine BU-Absicherung auch für nicht körperlich anspruchsvolle Berufe wichtig ist. Laut gesetzlicher Rentenversicherung erhält bereits jeder fünfte Neurentner eine Rente wegen Erwerbsminderung. Doch die meisten Berufstätigen sind sich über die damit verbundenen Versorgungslücken nicht bewusst, denn die Erwerbsminderungsrente liegt durchschnittlich unter dem Grundsicherungsniveau.